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Ein guter Freund entgegnete mir immer, wenn ich mal wieder am mosern war: „Man kann nicht ein postmodernes Studienfach belegen und sich dann beschweren, dass man dort nur postmoderne Scheiße vorgesetzt bekommt!“. Und damit hatte er recht. Davon abgesehen, dass ich diese Einsicht insgeheim sowieso schon teilte und durchaus einen Begriff, auch von weniger postmodernen Studiengängen und ihrer eigentlichen Funktion hatte, dass nämlich die Universität eine Ideologiefabrik und die in ihr versammelten Subjekte zumeist so selbstbewusst wie dumm und insbesondere menschlich ganz arme Gestalten sind, ist es dennoch geboten, zum Zwecke der persönlich möglichst profitablen Lohnarbeit, diese Zurichtungsanstalt zu überstehen.

Nun kam es, dass ich mich, ob der himmelschreienden Widersprüche, Ekelhaftigkeiten und der Ignoranz, auf die man auch noch stolz ist, von „der Linken“  weiter und weiter entfernte. Es sind vor allem zwei Themen, die zwar unmittelbar zusammen hängen, so aber nicht immer erscheinen und die ich für momentan am gefährlichsten halte. Die Postmoderne Ideologie, die an jedem geisteswissenschaftlichen Seminar rauf- und runter gebetet wird und der Antisemitismus, wie auch immer er gerade ausstaffiert ist, ob als Antizionismus, Israelkritik oder Völkerverständigung. Früher, als junger Linker, war ich dem noch aufgeschlossen, verstand nicht worum es wirklich geht, nahm den Ideologen ihre heren Absichten noch ab. Das ist heute nicht mehr so, umso mehr man prüft, umso mehr entdeckt man die Bösartigkeiten, als auch die Dummheit dieser Ideologen, die nicht plump, sondern eben als diesen Verhältnissen entsprechende, objektiv richtige Dummheit daher kommt. Der Versuch, an diesen Verrücktheiten nicht selbst verrückt zu werden, ist genau genommen ein wahnsinniges Unterfangen. Hat man jedoch einmal damit begonnen, gibt es abgesehen von mehr oder weniger kontrollierten Vergiftungen des Körpers, kaum noch andere Auswege. Ein versuch den Leidensdruck zu lindern stellt diese Webseite da, sie ist daher auch gar nicht als Versuch gemeint, Menschen zum Denken anzuregen, das ist ja oft genug geschehen und hat im Endeffekt doch kein Ergebnis gehabt, sondern eben als Denunziationsprojekt des alltäglichen Wahns.

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