Tag Archives: Die Linke

„Grauzone“ und Denunziantentum

3 Jan

image-1Schon länger war an dieser Stelle ein Artikel zur sog. „Grauzone“ und der damit verbundenen bigotten Hexenjagd von Blogs wie „Oire Szene“ geplant. Diesen schmutzigen und ermüdenden Job hat mir nun das allseits beliebte Magazin Bonjour Tristesse aus dem Osten abgenommen. In dem sehr lesenswerten Artikel von Hagen Kolb wird ausführlich erläutert, wie die Unfähigkeit zur Auseinandersetzung mit der Funktionsweise von Punk- und Oi!-Musik und zwar der angeblich „politisch korrekten“ genauso wie der sog. „Grauzonen-Musik“ dazu führt, Urteile über Bands und Lieder nur noch nach diffusen, völlig willkürlich gewählten Kriterien zu fällen. Frei nach dem Motto der Definitionsmacht-Szene: Wer zuerst „Grauzone!“ schreit, ist moralisch integer, der größere Antifaschist und hat nun die Macht inne, zu bestimmen wer auftreten darf und wer nicht.

Selbstverständlich wäre es in diesem Kontext nur zu albern, sich auf die eine oder eben andere Seite zu schlagen.  Ob besoffener Asi-Punker, dessen „Freiheit“ im Kotzen auf  Sachen anderer Leute oder im Durchstreichen von David-Sternen auf dem Konzert einer total antifaschistischen Punkband im örtlichen AJZ besteht oder testosterongesteuerter Glatzendorfdepp auf dem „Rotz & Wasser“-Konzert in Hamburg, es passt weder vom Verhalten noch von der Seite der unsympathischen Charakterzüge noch vom Pochen auf die je eigene Szene ein Blatt zwischen diese beiden. Da den Sittenwächtern von Oire Szene und Co jegliche Kritik an den Inhalten der je protegierten oder denunzierten Musikkultur abgeht, ist man ganz jämmerlich auf das ewige Fischen im Trüben angewiesen: Facebook-Profile werden nach verdächtigen Fotos durchsucht, Freundschaften durchleuchtet und Auftritte auf Jahrzehnte zurück verfolgt, alles nur um am Ende einen peinlichen, jämmerlichen „Recherche-Artikel“ zu veröffentlichen. Es scheint gerade so, als würde die Suche nach verdächtigen Momenten umso intensiver betrieben, je geringer die Fähigkeit ist, sich mit dieser stumpfen, dummen und verrohten Musik selbst auseinander zu setzen.

imageOb nun „Slime“ die Besatzer, die Amis aus ihrem Deutschland werfen wollen, die beliebten südeuropäischen RASH- und SHARP-Combos gegen die Juden in Palästina um die Wette trällern oder ob die „Becks Pistols“ eine Fee ficken wollen, die Grenze zwischen Gut und Böse macht die Internet-Szene-Polizei. Das dabei die „wir armen gegen die da Oben“ Attitüde, die man als angeblich faschistisch so gerne den Böhsen Onkelz vorgeworfen hat, genauso wie der Proletenkult viel eher gemeinsame Klammer als Unterscheidungsmerkmal ist, ist eine Erkenntnis, die man bei den Szenewächtern bei all ihrer Raserei gegen die vermeintliche Bedrohung und antifaschistischen Hygiene wohl noch länger vermissen wird.

Bei allen menschlichen Widerwärtigkeiten muss man dennoch festhalten, die sog. „Grauzone“ erhebt im Gegensatz zu ihrem PC-Pendant zumeist gar nicht den Anspruch „auf der moralisch richtigen Seite“ zu stehen. Wer jedenfalls lieber zu Songs übers Ficken und Saufen feiern will, als sich an hohlen politischen Parolen und dem lächerlichen Zeigerfingergestus zu ergötzen, dem sei das eben gegönnt. Man kann aber auch einfach diese Musik hören ohne sie ernst zu nehmen. Oder man kann es lassen.

And the Winner is: Jakob Augstein!

27 Dez

Zumindest für den Zuständigkeitsbereich Deutschland – für den Weltmeistertitel in Antisemitismus hat es dann doch nicht ganz gereicht. Das wäre ja auch geradezu unfair den Despoten und Mullahs des islamischen Faschismus gegenüber. Aber den Preis „Offenster antisemitischer Newcomer im Bereich Medien“ des Simon Wiesenthal Center hat sich Jakob Augstein wirklich redlich verdient, schließlich ist er „im Zweifel links“. Und was er so für „links“ hält oder was vielleicht auch so als „links“ gelten muss, dass ist ja schließlich spätestens seit der RAF bekannt und braucht hier nicht weiter ausgeführt zu werden. Ein Blick in den „Freitag„, die „Süddeutsche„, die „Zeit“ genügt und im Zweifel fragt man einfach die ansässige Antifa, den Wahlkreisabgeordneten der lokalen „Linkspartei“ oder eben einen greifbaren Vertreter der Friedensbewegung.

Ja – Deutschland ist links, links ist Deutsch! L’chaim Jakob.

Die anderen Plätze finden Sie hier (PDF).

Augstein

Wer zweimal mit derselben pennt…

5 Dez

Sookee_c_Mario_Thieme021Tja, wo soll man da eigentlich anfangen? Dass man sich schon wieder mit diesem Ekelthema der Genderverseuchten, ich-bin-ja-so-bunt-und-anders-und-viele-Geschlechter Aufklärungsverweigerer herumschlägt? Dass man sich Leute zur Brust nehmen muss, weil ihr schlechtes Gewissen dermaßen nach linksliberaler, missionierender Claudia Roth stinkt, dass man den Geruch einfach nicht ignorieren kann? Dass man über eine Veranstaltung abkotzen muss, die der neostalinistische „SDS“ veranstaltet hat, ohne groß auf die weiteren Themen dieses „Kongresses“, der den bescheuerten Titel „Kapitalismus vs. Demokratie“ (Elsässer lässt grüßen) trägt, eingehen kann, der auch Veranstaltungen für das vegane, von Mama gedrehte Dreadlock-Publikum in petto hatte, wie „Arbeiterklasse oder Multitude? Wer macht die Revolution?„, „Islam. Neues Feindbild nach dem Kommunismus?“ und „Afghanistan, Iran und Syrien – Wo bleibt die Antikriegsbewegung“ oder natürlich die obligatorischen Beiträge angehender rückverdummter Hilfswissenschaftler wie Olaf Sanders, der sich mit „Gilles Deluzes Konzept von Widerstand und Bildung“ beschäftigt? Bei so einer Linken bedarf es nun wahrlich keiner Rechten mehr.

Nunja, aber fange wir damit an (und enden auch damit, damit keiner irre wird), dass sich die super-aufgeklärte-anti-homophobe-Aktion ich-habe-so-eine-andere-Frisur-und-bin-auch-ganz-alternativ-möchtegern-Rapperin-nur-ich-hab-nichtmahl-Judith-Butler-gelesen-PoMo-bin-aber-schwer-betroffen-und-es-verletzt-mich-so-und-von-Feminismus-hab-ich-auch-mal-was-gehört Sokee sich mit dem nun wahrlich nicht intellektuellen Maxim von K.I.Z. an einen Tisch setzt und sie – ja über was nochmal – diskutieren. Zuerst drängt sich natürlich dem/der kritischen Leser_**__IN auf, was wohl Noa Sow zu diesem gar völlig weissen Podium sagt und dann noch zu einem Thema, das Weisse doch nur von Schwarzen okkupiert haben! Also wirklich, wie hieß das nochmal, Kulturkannibalismus oder so? Das geht doch nicht! Ein wenig mehr praktische critical whiteness awareness mahnte an dieser Stelle nicht nur der allzeit Sendungsbewusste Mann vom Fach und Bambi-Zertifizierte Quoten-wunder-Integrierte Bushido an, der seit neuestem den österreichischen Migranten miemt und in einer auf den 13. August 1920 Bezug nehmenden Exegese, als Vollintegrierter, die Auslöschung Israels einfordert. Willkommen in der Volksgemeinschaft an dieser Stelle und somit wäre auch der Rassismus der Deutschen konterkariert.

Aber zurück zum „Podium“ Genderfaschisten gegen vulgär-Soziologen-Maxim. Warum die „Diskussion“ über 90 Minuten ging ist unerklärlich. Wer ein Gehirn hat, fürMaxim_KIZ_JUICE_CHRISTOPHVOY den war klar, dass nach zehn Minuten alles gesagt war und sich ab diesem Zeitpunkt nur noch wiederholte. Das aus dem universitären Alltag geschulte Publikum schaffte es dann auch tatsächlich, wie in der Uni, die gleiche Frage/Anmerkung eine Stunde lang in neuen Wörtern neu zu stellen um die gleichen Antworten zu bekommen. Das traurige daran: Eigentlich waren die ersten Minuten gar nicht so schlecht. Maxim erklärte, dass er Nominalismus langweilig und falsch findet und lieber nach der sozialen Exegese der Begriffe fragt und wie diese zustande kommen. Das ganze verarscht er in seinem Raps, indem er mit den Begriffen spielt und Rap macht er auch nur aus Langeweile und weil man Geld damit verdienen kann. Zudem will er nicht missionieren, nicht mit dem Zeigefinger sagen, was richtig und was falsch ist. Das ist gleichzeitig auch sein Begriff von Kunst, vom Inhalt abstrahieren und etwas originelles machen, was man vielleicht auch noch gut kann – und das stimmt für K.I.Z. ja sehr wohl, ob man deren pubertären Texte jetzt mag oder nicht. Sokee dagegen findet das alles ganz schrecklich, „Fotze“ darf man nicht sagen (das war immerhin in der RAF noch ganz anders) , „Vergewaltigung“ sagen ist auch ne Vergewaltigung, zumindest gibt es dazwischen keinen Unterschied, dass das eine Gesagt und das andere unter körperlicher Gewalt vollzogen wird sieht sie nicht ein und Gesellschaft wird durch Begriffe erst diskursiv erschaffen usw. und so fort… Zudem meint sie, jeder habe andere Rezeptionstrategien, kann aber leider nicht sagen was das heissen soll.

Alles in allem also genau der Widerspruch, der zwischen materialistischer Kritik und postmodernem Awareness-Quatsch besteht. Auf der einen Seite das postmoderne „doofe Gefühl“, welches keine Wahrheit kennt, auf der anderen der Versuch den Begriff zu schärfen und kritisch zu verwenden. Mittelbare Praxis gegen die Kritik, die sich der Unmittelbarkeit bewusst ist. Das gleiche Dilemma findet sich ja in der Kunst zuhauf. Kunst, so Maxim muss schön sein – während Sokee ihren Quetschenpaua-Zeigefinger-Ich-bin.ja-so-reflektiert-Sozialarbeiterquatsch gar nicht mehr als Kunst sieht. Stimmt. Es ist nichtmal Propaganda, es ist nur Scheiße, die das reflexionslose Gefühl nährt auf der richtigen Seite zu stehen.

via Anthraxit

Obligatorisches Rummgejammer Proletin

So denkt ES im Wahlpöbel

29 Nov

Die gefährlichste antisemitische Partei in Deutschland, die Linke, zeigt mal wieder ganz offen, wessen Gesinnung ihr Wahlpöbel so an den Tag legt: 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Facebook-Seite von Gregor Gysi

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