Tag Archives: Kommunisten

Nils und Jenny, die dummen Akademiker

31 Okt

Oha, wer hätte gedacht, dass das Thema Mädchenmannschaft derart hohe Wellen schlägt? Ich meine, wen interessiert es denn überhaupt ob ein paar selbsternannte Netzfeministinnen und Nerd und NRDZ und wie sie sich alle nennen, nur weil sie mal einen WordPress-Blog selbst installiert und drei Socken zufälligerweise passend gestrickt haben, auch noch eine sicherlich sehr differenzierte und mit den aktuellen Apologeten der Postmoderne unterstützte Meinung in die arme Welt posaunen? Wen interessiert überhaupt dieser Blog (ja, ich benutze den männlichen Artikel, den unbestimmten finde ich albern und auch der männliche steht im Duden)? Nein das frage ich ich nicht wirklich, dazu ist diese Seite auch gar nicht dar.

Na, aber wo drückt denn nun der Schuh? Was ist so schlimm daran, dass Menschen sich über euch lustig machen? Schließlich macht sich stop.talk auch über einen gewissen Nils lustig, leider ohne auch nur ein einziges Argument zu nennen. Und sie hat recht, nicht indem sie kein Argument nennt, sondern indem sie sich über Nils lustig macht. Das ist auch nicht so schwer, schließlich ist ein Nils wirklich das alleruncoolste. Er hält sich selbst für den Oberschlauen, wobei doch schon jedem Vollidioten in der Grundschule eingetrichtert wird, bist du Philosoph oder Informatiker, kannst du schon genetisch kein Skateboard fahren und bekommst ein paar aufs Maul. So sicherlich auch bei Nils geschehen, aber er hat ja Internet und da kann man ja alles, wahrscheinlich auch virtuell Skateboard fahren. Aber wen interessiert Nils? Der soll es in seine Ingenieurgesellschaft machen, da kann er dann mit den anderen Lemmingen über die Fußballergebnisse schwadronieren, über seine Frau ablästern, sich Erziehungstipps holen, sein Leben verfluchen und Wolfskinjacken bestellen, die er auf dem Weg vom Einfamilienhaus zum Rewe nicht brauchen wird. Aber Nils hat noch ein Hobby und zwar eines, dass ihn von seinen Kritikern nicht Unterscheidet. Er bloggt gerne seinen Gedankenmüll, mal macht er auch ein Video daraus, denn so digital, da fühlt sich einer wie Nils richtig wohl.

Und da treffen sich Nils und stop.talk (warum soll ich nicht mehr reden?) dann auch, sie sind beide strunzenhohl, haben keinerlei Argumente vor zu weisen und bloggen gerne ihren Kopf frei, ohne zu merken, dass dies jener vorher schon war. Jenny sagt Muslime sind verschleiert, fliegt beim Mädchenparadies raus, Jasmin begehrt dagegen auf, fliegt auch raus, alle so „boah, krass“, Jungle World schreibt was, alle so „boah krass“, muss man doch was machen und so, einen Tag später all die Blogs der Cyndies, Mandys und Jennies und so voller Stellungnahmen, Critical Whiteness muss man doch so und so verstehen, verstehste? Und alle so ne, versteh ich ich nicht, sie sich so noch mehr unverstanden gefühlt, schreit: Aber die PoC und so, und so weiter und so fort. Na, bei dem ganzen Blödsinn denkt sich Nilsi natürlich ich bin ein ganz schlauer. Keine Ahnung, vielleicht hatte er ja auch was mit einer von den Irren und muss jetzt alte Rechnungen begleichen. Jedenfalls Nils dann so, komm ich mach nen Video und irgendwas mit Hitler, geht immer und verstehen die Deutschen auch. Stimmt. Nur hat es keiner gesehen ausser der schon erwähnten Jenny, Mandy und Co Brigade. Nun, die wiederum, machen daraus einen Skandal und damit ist alles erledigt. Jenny hasst Nils und umgekehrt und ihre Freundinnen sowieso. Toll. Spielt sich auf jedem Dorf so ab, auch ohne Anspruch – nicht auch, sondern Gott sei Dank!

Was ich eigentlich sagen will und wofür ich schon viel zu viel geschrieben habe, ist, dass es mich gar nicht interessiert. Ehrlich nicht. Naja ein bißchen schon, weil ich immer auf der Suche bin, nach Menschen, die noch dümmer sind als ich. Aber prinzipiell nicht. Nils Sloterdijk, alter Informtikergott und stop.talking, alte Besserwisserin ohne Argument, ich wünsche euch beiden das Schlechteste, denn ihr habt ein reines Gewissen, seid euch selbst sicher, braucht nichts mehr hinterfragen und habt keinen Begriff von Gesellschaft. Darin seit ihr euch einig, im Guten, wie im meinungsfreudigen Schlechtem.

Achso, ja. Das möchte ich von Nils übernehmen: TRIGGERWARNUNG! Der vorausgegangene Text könnte Sie mit Ihrer Dummheit konfrontieren!

Prof. Antisemit – „Friedenszentrum“ lädt Khella ein

18 Apr

Eine mangelnde Ausdauer kann man dem „Braunschweiger Friedenszentrum“ nun wirklich nicht vorwerfen. Nach Veranstaltungen mit dem unvermeidlichen Kronzeugen gegen Israel, Edo Medicks, der notorisch antizionistischen Felicia Langer finden sich zum „Jahrestag“ der „Operation Gegossenes Blei“ wieder allerlei Behauptungen und Unwahrheiten in Form eines Manifestes auf der Homepage der besagten Gruppe. Dass nicht einmal mehr der „Israelkritiker“ Goldstone selbst diese antijüdische Hetze noch so stehen lässt, interessiert selbstverständlich niemanden, aber das es um wirkliches Interesse im herkömmlichen Sinn geht, steht ja bei derartig ressentimentgeladener Verleumdung ausser Frage.

Als besonderen Clou für den Mai hat sich das „Friedenszentrum“ den „Chefideologe[n] der Restbestände des anti-imperialistischen Lagers“ (Haury, S. 15), den „völkisch-stalinistischen Antizionisten“ (Grigat) Prof. Karam Khella, eingeladen, der, dem Alter der Friedensfreunde angemessen, bereits seit Jahrzehnten seine Vernichtungswünsche gegenüber Israel in die Welt hinaus Posaunt und sich mit dem Titel als Professor ganz besonderer Autorität erfreut. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die antizionistische Zombieavantgarde mit Werner Pirker, Jürgen Elsässer oder doch gleich Horst Mahler, die alle von einem deutschen Frieden ohne Juden träumen, komplettiert wird.

Dieser Berliner Professor, der „Saddams Krieg als Fortsetzung der Intifada mit anderen Mitteln pries“ (ISF, S. 2), den Organisator der muslimischen SS-Division „Handschar“, Mohammed Amin al-Husseini (besser bekannt als Großmufti von Jerusalem) zu einem Gegner der Judenvernichtung macht (vgl. Tarach, S. 86), die „Zionisten als Kollaborateure der Nazis und Israel als Nazistaat des nahen Ostens bezeichnete“ (HUMMEL Antifa), für den Israel „ein einziges Kontinuum des Verbrechens gegen die Menschlichkeit“ ist (Haury, S. 11) und natürlich bestreitet, dass „Ahmadinedjad [sich] je antisemitisch geäußert hat“ (Lizas Welt) soll also den Zuhörerinnen und Zuhörer am 26.05.2011 in der VHS Alte Waage in Braunschweig referieren, wie es denn nun aussieht mit dem „Demokratischen Aufbruch in der arabischen Welt?“.

Die Wahnwelt des Herrn Prof. Khella (und seiner Fans) wird aber nicht nur an seiner völlig irren Geschichtsauffassung deutlich, sondern auch an der typischen Reaktionsweise auf Kritik: Sie sind „ein weiterer Beleg für den hohen Anteil projektiver Energien und Identifikationsbedürfnisse und zeugen von der Brüchigkeit der ‚revolutionären Identitäten‘ bei den zur Sektenhaftigkeit herabgesunkenen Antizionisten im antiimperialistischen und autonomen Lager. […] K. KHELLA erkennt da schon ‚gezielt und systematisch betriebene‘ ‚Zersetzung‘ am Werke, welche den Tatbestand der ‚Volksverhetzung‘ erfülle“ (Haury, S. 16).

Es ist wohl folgerichtig, dass Khella dementsprechend auch ein riesiger Fan von „Oberst“, wie es in solchen Kreisen heisst, Quaddafi ist. Darum wird es wohl auch bei der Veranstaltung des „Friedenszentrums“ gehen, denn Khella hat mehrer Jubelarien über seinen „Oberst“ geschrieben, etwa „Die libysche Herausforderung – Innere Entwicklung und äußere Bedrohung eines aufregenden Experiments“. Damit ist über Khellas primitiven Antiimperialismus auch schon alles notwendige gesagt, hie das gute, weil antiamerikanischen Volk unter seinem Führer, dort die schlimmen Imperialisten. Das es sich bei Libyen nicht um ein „spannendes Experiment“, sondern ein „aus panarabistischen und islamischen Elementen zusammengebrauten völkischen Sozialismus“ (Wolter), ähnlich wie in Venezuela handelt, kann ein derart begriffsstutziger Stalinistenopa natürlich genausowenig verstehen, wie den Fakt, dass Leute an mehr interessiert sind als an durch Ölrenten finanzierte Wohnung in einer Militärdiktatur, etwa bürgerlichen Rechten. Dass solcherlei Menschenverachtung ausgerechnet durch „Friedensbewegte“ wieder aufgewärmt wird, ist einer Begriffslosigkeit von Gesellschaft geschuldet, die sich genauso gegen Israel entlädt. Somit ist die neue Veranstaltung des „Friedenszentrums“ nicht besser oder schlimmer als das, was man gewohnt ist, aber mindestens genauso wahnsinnig.

Das „Friedenszentrum Braunschweig“ und seine angeschlossenen Vereine und Freunde stellen sich damit einmal mehr ausserhalb aller verhandelbarer Positionen, zeigen sich gegen jede Form von Aufklärung und Vernunft immun und bekennen erneut klar Flagge auf Seite des Ressentiments, der Antisemiten und Menschenfeinde: „Man hat eine Friedensbewegung machen wollen, und es wurde eine deutschnationale Erweckungsbewegung daraus.“ (Pohrt, S. 76).

Grigat, Stephan: http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web27.html.

Haury, Thomas: Zur Logik des deutschen Antizionismus.

HUMMEL Antifa: Gegen die Nahostkonferenz der Zeitschrift Kalaschnikow. http://de.indymedia.org/2002/09/30167.shtml.

Initiative Sozialistisches Forum: Radioten in Dreyeckland. In: Konkret August 199.

Lizas Welt: Palästina an der Leine.

Pohrt, Wolfgang: Gewalt und Politik. Ausgewählte Reden & Schriften.

Tarach, Tilmann: Ewiger Sündenbock. Heiliger Krieg, die ‚Protokolle der Weisen von Zion‘ und die Verlogenheit der Linken im Nahostkonflikt.

Wolter, Udo: Wie Linke einem Dikator nachweinen. Über das Verhältnis deutscher und europäischer Linker zu Muammar al-Gaddafi, der gerade die libysche Oppositionsbewegung massakrieren lässt. In: Jungle World Nr.9, 3. März 2011.

Die Opfer des Nationalsozialismus?

31 Okt

Über das Bedürfnis deutscher Bauchkommunisten den Widerstand gegen den NS hoch, das „Volk“ rein und die Judenvernichtung klein zu halten.

„Auch wenn die Kommunisten und Sozialdemokraten, die Liberalen und die Konservativen in fast allen wesentlichen Punkten uneining sind, gibt es mindestens zwei Punkte, in denen sie sich fast ausnahmslos einig sind: daß die Nazis böse sind und die Deutschen gut. […] Sie glauben allen Ernstes, daß Millionen von Deutschen sich unablässig wie Vandalen benehmen, nur weil Hitler sie dazu ‚zwingt‘.“

Klaus Mann


Es kann hin und wieder vorkommen, dass einem auf die Aussage hin, dass ja die Deutschen als geschlossenes Mordkollektiv, Volksgemeinschaft ohne Anführungszeichen, zusammengeschweißt und sofern möglich sogar über den 8. Mai 1945 hinaus tätig wurden, von Bauchkommunisten entgegengeschmettert wird, dass dies eine Lüge sei und doch Kommunist X und Kommunistin Y eifrig Widerstand leisteten. Was aus dieser famosen, Unwissenheitsbeflissenen und ideologischen Behauptung spricht ist vielweniger die Anerkennung von tatsächlicher Widerstandstätigkeit, die es sehr wohl gab, als die Erhaltung und Reinwaschung eines positiv, mitunter als revolutionäres Subjekt besetzten Fixpunktes, den die marxistisch-leninistische Weltanschauung als Legitimationsgrundlage brauch und somit notwendigerweise aus sich selbst heraus hervorbringt.

So hat man 1945 auch sehr schnell verstanden, dass mit diesen Deutschen eigentlich ein normaler Staat nicht zu machen ist und man tat insbesondere in der SBZ das, was unser Bauchkommunist auch am liebsten macht, statt mit der Wirklichkeit interaktiv in Kontakt zu treten und nach Erkenntnis zu trachten, passt man in einer grandiosen metaphysischen Realitätsumdeutungs-Leistung die Wirklichkeit seinem eigenen Starrkopf an. In diesem Prozess geht es maßgeblich darum den Antisemitismus als konstituierendes Moment des Nationalsozialismus abzuschaffen, frei nach Dimitroff das „internationale imperialistische Monopol- und Finanzkapital“ als Strippenzieher hinter Hitler auszumachen und schlußendlich dem armen, verarschten aber schaffendem deutschen Volk die kosmopolitische, kapitalistisch-zionistisch-imperialistische und Vaterlandslose Raffgier einer Verschwörung von Zylinder-Kapitalisten gegenüber zu stellen. Mit der von Schuld frei gewordenen und zum Volk gewordenen Klasse, ist Sozialismus dann wieder möglich und jegliche Fehler in diesem Sozialismus-Versuch sind bei der Verschwörung zu suchen und zu finden.
So war es historisch in der DDR und alles alternativ, bauchlink und marxistisch-leninistisch vom Widerstand daherredende Stammtischklientel Jahrzehnte später, oszilliert nur in den verschiedenen Stadien dieses Prozesses der einzigartigen Relativierung und erneuten Verächtlichmachung der Opfer der Shoa. Schließlich hetzte man in der „Roten Fahne“ schon vor 1933 gegen „jüdische Geldkapitalisten“ und versuchte die Nationalsozialisten rechts zu überholen. Die Überhöhung der zweifellos furchtbaren Leiden der Kommunisten im NS lässt sich direkt im Juni 1945 durch den Berliner Hauptausschuß „Opfer des Faschimus“ (OdF), einer Vorläuferorganisation des VVN-BdA, ablesen:

„Opfer des Faschismus sind Millionen Menschen und alle diejenigen, die ihr Heim, ihre Wohnung, ihren Besitz verloren haben. Opfer des Faschismus sind die Männer, die Soldat werden mußten […], sind alle, die für Hitlers verbrecherischen Krieg ihr Leben geben mußten, Opfer des Faschismus sind die Juden, die als Opfer des faschistischen Rassenwahns verfolgt und ermordet wurden, sind die Bibelforscher und die ‚Arbeitsvertragssünder‘. Aber so weit können wir den Begriff ‚Opfer des Faschismus‘ nicht ziehen. Sie haben alle geduldet und Schweres erlitten, aber sie haben nicht gekämpft. Diesen Menschen muß im Rahmen der allgemeinen Fürsorge geholfen werden. Damit ist entschieden, daß Juden, Mischlinge, Bibelforscher, die meisten Fälle der Wehrkraftzersetzung, Meckerer usw. nicht in den eng gezogenen Rahmen der ‚Opfer des Faschismus‘ einbezogen werden können.“ (1)

Dieser erneute Verächtlichmachung der Opfer der Shoa, diesmal durch deutsche „Kommunisten“ ist bei aller Kritik, die es bei derartigen Formulierungen bei den OdF und später im VVN gab, symptomatisch für die Unfähigkeit dieser Leute den Antisemitismus und die Vernichtung zu begreifen. Vor dem Nationalsozialismus haben sie den Antisemitismus abgetan, als Spaltungsideologie belächelt und gleichzeitig gegen die „Judenkapitalisten“ gehetzt und zu ihrer Ermordung aufgerufen und nach dem Krieg sahen sie ihr Bild, des vom Wesen nach antikommunistischen Nationalsozialismus, bestätigt, blind gegenüber Auschwitz und jeder Spezifik.
Wie sehr diesen wohlgemerkt als „Kommunisten“ sich bezeichnenden Leuten selbst der Antisemitismus aus dem Knopfloch tropfte und das die „Holocaustindustrie“ eines Finkelstein keine neue Erfindung ist, zeigt sich in Berlin 1946, ebenfalls auf einem OdF-Kongress, auf dem Juden pauschal als „Vertreter kleinlicher Interessen und des Geldbeutels“ (2) bezeichnet werden. Ein Jahr später bekommt ein jüdischer Antragsteller auf soziale Unterstützung vom Landratsamt Lebus in Brandenburg folgende Antwort: „Ihre materielle Unersättlichkeit, die aus jeder Zeile Ihres Briefes hervorgeht, zeigt, daß Sie nicht das geringste Verständnis für die Lage unseres Volkes haben. […] Sie scheinen es noch nicht zu wissen, daß wir durch den verlorenen faschistischen Krieg bettelarm geworden sind.“ (3) Unnötig fast, zu erwähnen, dass die Arisierung der Nazis von jüdischem Eigentum in der SBZ als vorweggenommene Verstaatlichung betrachtet wurde, habe es ja schließlich eh Kapitalisten, vulgo die Richtigen getroffen. Entschädigungszahlungen, gar an in Israel lebende Juden wurden als Verrat am Deutschen Sozialismus gesehen, übrigens unter Mithilfe des VVN.
Und so landen wir schlussendlich wieder bei unserem Bauchkommunisten im 21. Jahrhundert. Wie kann es sein, dass dieser trotz des Wissens über Auschwitz, über Nationalsozialismus und darüber, dass dieser bis zum Ende von den Deutschen mit Waffen verteidigt wurde, ernsthaft einen heroischen Widerstand von Kommunisten herbei halluziniert, statt die Gründe für das abgrundtiefen Versagen der sich selbst als fortschrittlichen Kräfte bezeichnenden Menschen zu suchen, wie es beispielsweise Vertreter der kritischen Theorie versucht haben? Selbst Ulbricht und Pieck warteten in Moskau schließlich schon, vergebens, auf einen Aufstand der Deutschen, alleine schon um die drohende Invasion abzuwehren.
Zu erklären ist dieses Verhalten, das Abwehren von Schuld bei gleichzeitig impliziter Verharmlosung der Judenvernichtung, nur durch das triebhafte Einpassen der Welt in ein vorgefertigtes manichäistisches Weltbild. Einfach gesagt: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Dass es sich bei diesem Weltbild um marxistisch-leninistische Ideologie handelt erklärt zudem die Kontinuität der Blindheit dieser Leute, von Weimarer Republik, der Odf, später dann VVN bis zu den heutigen Bauchkommunisten deutscher, also abscheulichster Prägung. Schließlich ist bei einem personifizierenden Kapitalismusverständnis für den Klassenkampf auch ein revolutionäres Subjekt vonnöten und Klassenbewusste Widerstandskämpfer taugen mehr als der geifernde Pogrommob und SS-Freiwilligenverbände.
(1) Zit. nach Thomas Haury: Antisemitismus von links. S. 306

(2) ebenda S. 311

(3) ebenda

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