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Wer zweimal mit derselben pennt…

5 Dez

Sookee_c_Mario_Thieme021Tja, wo soll man da eigentlich anfangen? Dass man sich schon wieder mit diesem Ekelthema der Genderverseuchten, ich-bin-ja-so-bunt-und-anders-und-viele-Geschlechter Aufklärungsverweigerer herumschlägt? Dass man sich Leute zur Brust nehmen muss, weil ihr schlechtes Gewissen dermaßen nach linksliberaler, missionierender Claudia Roth stinkt, dass man den Geruch einfach nicht ignorieren kann? Dass man über eine Veranstaltung abkotzen muss, die der neostalinistische „SDS“ veranstaltet hat, ohne groß auf die weiteren Themen dieses „Kongresses“, der den bescheuerten Titel „Kapitalismus vs. Demokratie“ (Elsässer lässt grüßen) trägt, eingehen kann, der auch Veranstaltungen für das vegane, von Mama gedrehte Dreadlock-Publikum in petto hatte, wie „Arbeiterklasse oder Multitude? Wer macht die Revolution?„, „Islam. Neues Feindbild nach dem Kommunismus?“ und „Afghanistan, Iran und Syrien – Wo bleibt die Antikriegsbewegung“ oder natürlich die obligatorischen Beiträge angehender rückverdummter Hilfswissenschaftler wie Olaf Sanders, der sich mit „Gilles Deluzes Konzept von Widerstand und Bildung“ beschäftigt? Bei so einer Linken bedarf es nun wahrlich keiner Rechten mehr.

Nunja, aber fange wir damit an (und enden auch damit, damit keiner irre wird), dass sich die super-aufgeklärte-anti-homophobe-Aktion ich-habe-so-eine-andere-Frisur-und-bin-auch-ganz-alternativ-möchtegern-Rapperin-nur-ich-hab-nichtmahl-Judith-Butler-gelesen-PoMo-bin-aber-schwer-betroffen-und-es-verletzt-mich-so-und-von-Feminismus-hab-ich-auch-mal-was-gehört Sokee sich mit dem nun wahrlich nicht intellektuellen Maxim von K.I.Z. an einen Tisch setzt und sie – ja über was nochmal – diskutieren. Zuerst drängt sich natürlich dem/der kritischen Leser_**__IN auf, was wohl Noa Sow zu diesem gar völlig weissen Podium sagt und dann noch zu einem Thema, das Weisse doch nur von Schwarzen okkupiert haben! Also wirklich, wie hieß das nochmal, Kulturkannibalismus oder so? Das geht doch nicht! Ein wenig mehr praktische critical whiteness awareness mahnte an dieser Stelle nicht nur der allzeit Sendungsbewusste Mann vom Fach und Bambi-Zertifizierte Quoten-wunder-Integrierte Bushido an, der seit neuestem den österreichischen Migranten miemt und in einer auf den 13. August 1920 Bezug nehmenden Exegese, als Vollintegrierter, die Auslöschung Israels einfordert. Willkommen in der Volksgemeinschaft an dieser Stelle und somit wäre auch der Rassismus der Deutschen konterkariert.

Aber zurück zum „Podium“ Genderfaschisten gegen vulgär-Soziologen-Maxim. Warum die „Diskussion“ über 90 Minuten ging ist unerklärlich. Wer ein Gehirn hat, fürMaxim_KIZ_JUICE_CHRISTOPHVOY den war klar, dass nach zehn Minuten alles gesagt war und sich ab diesem Zeitpunkt nur noch wiederholte. Das aus dem universitären Alltag geschulte Publikum schaffte es dann auch tatsächlich, wie in der Uni, die gleiche Frage/Anmerkung eine Stunde lang in neuen Wörtern neu zu stellen um die gleichen Antworten zu bekommen. Das traurige daran: Eigentlich waren die ersten Minuten gar nicht so schlecht. Maxim erklärte, dass er Nominalismus langweilig und falsch findet und lieber nach der sozialen Exegese der Begriffe fragt und wie diese zustande kommen. Das ganze verarscht er in seinem Raps, indem er mit den Begriffen spielt und Rap macht er auch nur aus Langeweile und weil man Geld damit verdienen kann. Zudem will er nicht missionieren, nicht mit dem Zeigefinger sagen, was richtig und was falsch ist. Das ist gleichzeitig auch sein Begriff von Kunst, vom Inhalt abstrahieren und etwas originelles machen, was man vielleicht auch noch gut kann – und das stimmt für K.I.Z. ja sehr wohl, ob man deren pubertären Texte jetzt mag oder nicht. Sokee dagegen findet das alles ganz schrecklich, „Fotze“ darf man nicht sagen (das war immerhin in der RAF noch ganz anders) , „Vergewaltigung“ sagen ist auch ne Vergewaltigung, zumindest gibt es dazwischen keinen Unterschied, dass das eine Gesagt und das andere unter körperlicher Gewalt vollzogen wird sieht sie nicht ein und Gesellschaft wird durch Begriffe erst diskursiv erschaffen usw. und so fort… Zudem meint sie, jeder habe andere Rezeptionstrategien, kann aber leider nicht sagen was das heissen soll.

Alles in allem also genau der Widerspruch, der zwischen materialistischer Kritik und postmodernem Awareness-Quatsch besteht. Auf der einen Seite das postmoderne „doofe Gefühl“, welches keine Wahrheit kennt, auf der anderen der Versuch den Begriff zu schärfen und kritisch zu verwenden. Mittelbare Praxis gegen die Kritik, die sich der Unmittelbarkeit bewusst ist. Das gleiche Dilemma findet sich ja in der Kunst zuhauf. Kunst, so Maxim muss schön sein – während Sokee ihren Quetschenpaua-Zeigefinger-Ich-bin.ja-so-reflektiert-Sozialarbeiterquatsch gar nicht mehr als Kunst sieht. Stimmt. Es ist nichtmal Propaganda, es ist nur Scheiße, die das reflexionslose Gefühl nährt auf der richtigen Seite zu stehen.

via Anthraxit

Obligatorisches Rummgejammer Proletin

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